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Mobile Production Client

Die Wettbewerbsfähigkeit eines Serien- und Auftragsfertiger hängt davon ab, wie flexibel Daten über laufende und geplante Prozesse der Produktion und Warenwirtschaft bereitgestellt werden. Nur ein digitalisierter Datenaustausch zwischen Verwaltung, Fertigungssteuerung und Produktion sichert den Informationsbedarf der damit verbundenen Geschäftsprozesse.

Der Mobile Production Client ist eine vollständig responsive WEB Anwendung, die auf jedem aktuellen Browser und Endgerät eingesetzt werden kann. Die Kommunikation mit der myfactory erfolgt über die LAN Anbindung mit WEB-Services. Bei entsprechender Topologie kann auch von entfernten Standorten via UMTS, HSPA oder LT eine Datenerfassung erfolgen.

Digitalisierter Prozess

Die vorliegenden Prozesse zu digitalisieren erfordert Terminals oder Tablets in der Fertigung. In der Digitalisierung sollten Anforderungen zur Darstellung von technischen  Zeichnungen berücksichtigt, Artikel per Barcode identifiziert werden können. Diese spezielle Anforderung schränkt verfügbare Hardware ein.

Zur Identifizierung der Artikel sind diese durch einen Barcode zu kennzeichnen. Unter Berücksichtigung fertigungsspezifischer Anforderungen sollte dieser möglichst einfach aufgebaut sein. Es empfiehlt sich Code 39/30 oder EAN13. Beim Einsatz dieser Codes ist immer eine Serververbindung für weiterführende Daten notwendig.

QR Codes könnten mehr Informationen speichern, jedoch ist besondere Aufmerksamkeit der Lesbarkeit und Größe unter Fertigungsbedingungen zu widmen.

RFID Labels erfüllen die Anforderung für große Datenmengen, jedoch ist die Herstellung (das Beschreiben) und das Anbringen kritisch.

Die Scanner für Barcode sollten über eine Standard-Bluetooth-Schnittstelle verfügen. Das erlaubt das problemlose Anbinden an unterschiedliche Geräte und einen stromsparenden mobilen Einsatz.

Fertigungsaufträge, Arbeitsgänge  werden einer Ressource zugeordnet. Um den Arbeitsvorrat möglichst übersichtlich darzustellen muss der Mitarbeiter dieser Ressource zugeordnet werden. Dieses Verfahren ermöglicht auch einen flexiblen Einsatz der Mitarbeiter.

Für die Zuordnung Mitarbeiter <-> Ressource ist keine gesonderte Verwaltung notwendig, es kann die Unterressource zu einer Ressource genutzt werden.

Die Anmeldung am Terminal erfolgt durch den Mitarbeiter.  Die Identifizierung erfolgt bevorzugt über Personalkarten mit Barcode oder RFID am Tablet, was die Eingabe eines „Kennworts“ erspart. Tablets und Terminals können flexibel durch mehrere Mitarbeiter gleichzeitig genutzt werden.

Bei einer Verwendung in der Cloud muss die Absicherung des Zugangs zum Terminal netzwerktechnisch unterstützt werden.

Der Mitarbeiter muss als myfactory User angelegt sein, benötigt zum Zeitpunkt der An- und Abmeldung jedoch ausschließlich eine Businessmanager-Lizenz.

Nach der Anmeldung erhält der Mitarbeiter eine Übersicht freigegebener Fertigungsaufträge. Die Auswahl der Aufträge richtet sich  nach den in den Arbeitsgängen hinterlegten Ressourcen. Sofern die Ressource Mitarbeiter als Unterressource zu den Fertigungsstätten hinterlegt wurde, werden die Aufträge der Fertigungsstätte eingeblendet.

Führend werden die durch den Mitarbeiter bereits begonnenen Aufträge angezeigt: In Folge, sortiert nach Priorität und Anfangs- und Bereitstellungsdatum, noch nicht begonnene, von der Fertigungssteuerung freigegebene Aufträge.

Es kann eine Visualisierung von Aufträgen, deren Vormaterial verfügbar ist, erfolgen. Hier wird auf Lagerbestände für Artikel und Baugruppen und/oder auf abgeschlossene AGAs, die vor der Ressource liegen, zugegriffen. Die Herausforderung liegt dabei in der Struktur der Stückliste zu Zuordnung der Artikel und Baugruppen die von dem aktuellen AGA benötigt werden.

Nach Auswahl und Anklicken des Auftrags werden die Auftragsdaten mit allen AGAs dargestellt (linkerseits oder oben). Die Artikel oder Baugruppen der Stückliste rechterseits bzw. unter der Auftragsbeschreibung.

In der Auftragsbeschreibung kann der Memotext des Fertigungsauftrags, allgemeine Dokumente (Hinterlegt an der Stückliste) angezeigt und zum Download angeboten werden. Für den Download sind möglicher Weise entsprechende Viewer auf dem Tablet zu installieren.  

AGAs, die nicht zu der aktiven Ressource gehören, werden ausgegraut dargestellt.

Begonnene oder abgeschlossene AGAs, nicht verfügbare Artikel oder Baugruppen sind visualisierbar. Es kann eine Prüfung auf Fremdfertigung ausgeführt werden. Hierbei wird zum AGA der Fremdfertigungsauftrag gelesen, dessen Referenzbelege auf Warenannahme oder Rechnungseingang geprüft und die Referenzmenge gegen den Bedarf aufgerechnet.

Nach Auswahl eines AGA wird dessen Beschreibung angezeigt und die am AGA hinterlegten Bilddokumente zur Visualisierung der Arbeitsschritte dargestellt. Die Bilderliste kann in der Lightbox angezeigt und per Gestik gescrollt werden.

Eine zweite Dokumentenliste kann erzeugt werden, die der Bereitstellung sonstiger Dokumente wie PDF, Schnittpläne, CNC Programme  und weitere  dient. Durch Anklicken können entsprechende Dokumente in den Download gebracht werden. Lokal auf dem Tablet sind die entsprechenden Anwendungen für die weitere Verarbeitung zu installieren. Diese Dokumente müssen in myfactory als Link oder Dokument hinterlegt sein.

Nach Auswahl des AGAs kann durch Klick auf dem Button „Beginnen“ der AGA angemeldet werden. Hierbei werden Systemzeit, Mitarbeiter aus der Anmeldung, AGA an den Server übermittelt und gespeichert. Der Mitarbeiter aus der Anmeldung übernimmt hierbei die Rolle des „Vorarbeiters“.

Weitere Mitarbeiter können dem AGA zugeordnet werden. Hierbei muss auch die gültige Mitarbeiterkennung, bevorzugt per Karte, übermittelt werden.

Angemeldete AGAs können durch Unterbrechen oder Fertig zurückgemeldet werden. Hierfür wird die Eingabe einer Gut-Stückzahl erwartet. Eine Mehr- oder Mindermenge ist grundsätzlich möglich.

Bei Fertig-Meldung und Eingabe einer Mindermenge kann ein Alert in der Fertigungssteuerung ausgelöst werden. Bevorzugt ist die Freigabe der Folge-AGAs aufzuheben. Mehr-Stück sind in einer gesonderten Abfrage in der Fertigungssteuerung zu prüfen.
Die Eingabe einer Stückzahl für Ausschuss und ein standardisierter Ausschussgrund  ist der Rückmeldung hinzu zu fügen. Ausschuss ist in einer gesonderten Abfrage in der Fertigungssteuerung zu prüfen.