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Lieferantenbewertung in myfactory

Zielsetzung

  • Kontinuierliche Verbesserung der Lieferantenqualität
  • Erkennung von Verbesserungspotentialen und Risiken zu Lieferanten
  • Fehlererkennung und Minimierung in der Lieferkette
  • Optimierung des Materialflusses und Reduktion der Warenbestände

Klar definierte Bewertungskriterien bilden die Grundlage die Leistung eines Lieferanten zu messen. Grundsätzlich gilt, dass es für eine Lieferantenbewertung keine fest definierten Kriterien gibt, das Unternehmen muss selbst festgelegen, welche Kriterien relevant sind und welche nicht.

Grundlagen

Grundlage aller Bewertungen sind stimmige Stammdaten und korrekte Bestellverarbeitung. Häufig sind zusätzliche Informationen im Bestellwesen von Wichtigkeit.

Wichtig, die Pflege der Artikel-Lieferanten Daten, schwerpunktmäßig die Wiederbeschaffungszeit und der Preis.

In der Bestellanlage muss im Zweifel jeder Position der gewünschte Liefertermin hinterlegt werden. Vom Lieferanten ist eine Bestellbestätigung mit verbindlichen Lieferterminen zu fordern. Deren Eingang ist zu überwachen und an der Bestellung nachzupflegen.

Die Wareneingänge müssen zeitnah, möglichst am Tag der Lieferung erfasst werden. Alternativ muss das korrekte Wareneingangsdatum in der WE-Verarbeitung angegeben werden.

Im rechnungseingang sind die Einkaufspreise korrekt anzugeben.      

Die Pflege der Daten und das Leben der notwendigen Prozesse im Unternehmen verursachen einen Mehraufwand. Die entstehenden Rationalisierungseffekte im Einkauf und der Beschaffung werden gegenüber dem Mehraufwand nicht messbar sein. In Summe werden zuverlässige Vorhersagen durch Einkauf und Produktion möglich werden. Diese Zuverlässigkeit führt wiederum zu einer besseren Bewertung bei Ihren Kunden.

Werden Stammdaten nicht einheitlich und vollumfänglich gepflegt und erfolgt keine konforme Erfassung von Bestell- und Wareneingangsinformationen, wird eine Lieferantenbewertung ein verfälschtes, unter Umständen sogar unbrauchbares Ergebnis liefern.

Bewertungskriterien

Ein paar wenige Bewertungskriterien können für den Prozess der Lieferantenbewertung standardisiert festgelegt werden.

Liefertermin gegen Planlieferzeit

Aus dem „Bestelldatum“ und dem „Liefertermin nach Bestellbestätigung“ wird die Lieferfähigkeit bewertet. Die Kennzahl zur Lieferfähigkeit wird im Vergleich mit der Wiederbeschaffungszeit aus dem Artikel-Lieferanten Stammsatz ermittelt. Positionen ohne Bestellbestätigung erzeugen eine 100% Abweichung.

WE-Datum gegen bestätigten Liefertermin

Der Vergleich erfolgt über WE-Datum und Liefertermin aus Bestellbestätigung. Vorzeitige Lieferungen werden als termingerechte Lieferungen bewertet.

WE-Menge muss mit BE-Menge übereinstimmen. Teillieferungen erzeugen eine Mengendifferenz

RE-Preis wird mit Preisangaben aus der Bestellung und den Artikel-Lieferanten Daten verglichen.

parts per million

Die Kennzahl zur Qualität wird aus der Reklamationsmenge des Artikels zur Liefermenge des Artikels ermittelt. Die Hochrechnung auf eine Million gelieferte Teile mag für Großabnehmer ok sein, ist jedoch im Mittelstand wenig aussagefähig.

Bewertungszeitraum

Der Bewertungszeitraum kann frei definiert werden (monatlich, quartalsweise, halbjährlich, jährlich). In der Auswertung werden Statistiktabellen erzeugt. Hieraus ergeben sich Betrachtungen zur Lieferantenentwicklung.

Kategorisierung

Die Einstufung eines Lieferanten als A- B- oder C-Lieferant kann anhand der erreichten Kennzahlen erfolgen. Die Festlegung als Hauptlieferant muss manuell erfolgen.